ALI (599-661 n. Chr.),
Beiname Haydar = Löwe (auch genannt als Allahs Löwe),
geboren in Mekka, gestorben in Kufa/ Irak. Er ist Cousin, Adoptivsohn und Schwiegersohn des Propheten. Von den Zwölfen war er als einziger auch Kalif (656-661).

HASAN (624-670),
in Medina geboren und in Medina gestorben, hielt sich mit seinem Vater fünf Jahre im Irak auf; politisch unbedeutend; er war erster Sohn Alis.

HÜSEYIN (626-680),
in Medina geboren und in Kerbela/ Irak als Märtyrer gestorben, er war mit seinem Vater fünf Jahre im Irak, lebte dann in Medina; der Versuch, mit Hilfe der Kufaner 680 das Kalifat zu ergreifen, scheiterte, weil diese ihn wieder fallen ließen; in seiner medinensischen Zeit war er politisch überhaupt nicht aktiv; er ist der zweite Alisohn.

ALI ZEYNELABIDIN ( = Zierde der Beter), (658-713),
geboren in Medina, war mit Hüseyin und Ali drei Jahre im Irak, dann in Medina, überlebte das Massaker zu Kerbela als einziger (?) männlicher Sproß Hüseyins, zog sich danach in Medina völlig zurück und ging der Politik absolut aus dem Weg, starb in Medina.

MUHAMMED BAKIR ( = der Öffner), 676-713,
als Sohn Zeynelabidins in Medina geboren und in Medina gestorben. Er wagte sich etwas mehr in die Öffentlichkeit und ist bedeutend als Aufzeichner von Hadith (Taten und Aussprüche des Propheten), die damals in Büchern schriftlich fixiert wurden und für die dogmatisch- politische Entwicklung des realen Islam und für die Begründung häretischer Strömungen enorm bedeutend wurden. Von der Politik hielt sich Imam Bakir fern.

ALI CAFER SADIK ( = Cafer der Wahrhaftige), 702-765,
Bakirs Sohn, in Medina geboren und gestorben, wirkte öffentlich als Hadithaufzeichner, Rechtsexperte und Naturwissenschaftler; war am Sturz der Ommayaden durch die Abbasiden (selbst Haschemiten) überhaupt nicht beteiligt; er ist Begründer der sogenannten caferitisch- schiitischen Rechtsschule, die für der >>orthodoxen<< Zwölferschiiten und für die Ismaeliten bedeutsam ist, nicht jedoch für die Aleviten.

MUHAMMED MUSA KASIM (vom Ort Kasimain bei Bagdad, oder; der Gleichmütige), 745-799,
in Medina geboren als Sadiks Sohn, wegen Unerbietigkeit gegen den abbasidischen Kalif als >>Schutzhäftling<< nach Irak gebracht, verstarb in Kasimain; theoretisch und politisch unbedeutend.

ALI- RIZA (Ali der Zufriedene), 765-818,
Sohn des Imam Musa Kasim, geboren in Medina, und in Tus/ Nordostiran gestorben, lehnte das Kalifatsamt ab; theoretisch und politisch unbedeutend.

MUHAMMED TAKI ( = der Gottesfürchtige), 811-835,
Sohn des Ali-Riza, geboren in Medina (?) und gestorben in Bagdad/ Irak; theoretisch und politisch unbedeutend.

ALI NAKI ( = der Reine), 828-868,
geboren in Medina (?) oder Irak als Sohn Takis, gestorben in der damaligen Kalifresidenzstadt Samarra/ Irak. Theoretisch und politisch unbedeutend.

HASAN ASKARI (von Askar = Militärstadt, was ein anderer Name für die Kalifatstadt Samarra war), 846-873,
geboren in Medina (?) oder Irak als Nakis Sohn, verstorben in Samarra; theoretisch und politisch unbedeutend.

MUHAMMED MEHDI (= der Erlöser), geboren 869
in Samarra als einziger Sohn Askaris; trat mit fünf Jahren in die kleine Verborgenheit, das heißt, er war nur noch für einen ausgewählten, kleinen Kreis zu sprechen; trat 940/41 in die Große Verborgenheit, das heißt, er war für niemand zu sprechen und gab keine Anweisungen mehr, er war also für die Realität verschwunden, obgleich er noch existierend gedacht wurde. Zu seiner Lebzeit war er theoretisch und politisch unbedeutend, aber er hat einen hohen dogmatischen Rang im Zwölferschiismus, da seine Wiederkehr am Ende der Zeiten erwartet wird, damit er die ungerechten, despotischen Regimes vernichte und ein Reich der Gerechtigkeit, der Freiheit und des Überflusses errichte.“